Rettungsdienst - Unser Opel Admiral KTW

Rettungsdienst im Wandel der Zeit – Eine historische Zeitreise

Meine Anfänge im Rettungsdienst

Meine Anfänge der Tätigkeit im Rettungsdienst liegen nun schon fast 35 Jahre zurück. Auf einer leistungsfähigen Rettungsstation des Malteser Hilfsdienstes in Hövelhof versah ich anfangs noch als 3er Mann, später nach einer 520 Std. Ausbildung als Beifahrer meinen Dienst. Die Wochenenden wurden oft ehrenamtlich versehen, und innerhalb der Woche fuhren die hauptamtlichen Kräfte mit den Zivis. Die Einsätze waren normale Krankentransporte bis hin zu schweren Unfällen und internistischen Notfällen. Es gab damals noch nicht das Notarztsystem wie wir es heute kennen.

Nach eigenem Ermessen nahmen wir den Hausarzt von der Praxis aus mit, oder er kam direkt zum Einsatzort. Oft fuhren wir auch in benachbarte Einsatzgebiete wenn der dortige Rettungswagen unterwegs war. Nicht nur über die Leitstelle kamen oft die Einsätze, sondern es riefen die Menschen auch direkt bei uns in der Wache an und meldeten Ihre Notfälle.

Wir hatten oft bis zu 20 Kilometer zum Aufnahmekrankenhaus zu fahren. Daher war die gute Versorgung der Patienten oberstes Gebot. Unsere Fahrzeuge waren damals ein RTW VW LT 35 sowie ein RTW MB 409 Diesel und ein KTW W 123 300 Diesel.

Auch damals arbeiteten wir schon mit Hausärzten der Feuerwehr und Polizeikräften Hand in Hand. An vielen Einsätzen kann ich mich heute noch erinneren weil sie so einzigartig waren. Eine Zeit die ich nicht missen möchte, und die mir eine besondere Erfahrung bereitgestellt haben. Diesen Beruf habe ich dann als RettAss noch bis in die 90iger Jahre auf verschiedenen Rettungswachen weiter ausgeübt. Im Laufe der Jahre wurde alles noch professioneller, die Fahr- zeuge wurden besser und für die Mitarbeiter gab es wesentliche Arbeitserleichterungen. Die medizinische Versorgung wurde aufgrund der erweiterten Handlungsmöglichkeit noch verbessert. Ebenfalls lernten wir im Laufe der Zeit viele andere Fahrzeuge kennen, bis hin zu Modellversuchen der SAVE-Fahrzeuge „(S)chnelle (A)mbulante (V)orklinische (E)rstversorgung“.

Zu den Anfangsjahren im Rettungsdienst gehöhrten auch noch die PKW zu den Einsatzfahrzeugen, mit denen Sitzendtransporte oder Blut transportiert wurde. Waren wir oft auf dem Land und brauchten einen Arzt, so forderten wir auch öfters den RTH aus Bielefeld an. Wir ehrenamtlichen Mitarbeiter hatten oft ein kamaradschaftliches und freundschaftliches Verhältnis miteinander welches den Teamgeist und die Zugehörigkeit zu unserer Organisation förderte.

Aus vielen Mitarbeitern sind heute Ärzte oder andere medizinische Berufe entstanden. Wenn wir uns untereinander mal treffen, dann denken wir an die gute alte Zeit zurück und wie sich vieles verändert hat. Fuhren wir damals Kardiologie-Patienten mit Sondersignalen zu weit entfernten Spezialkliniken zur Dilatation oder Bypass-OP, so wird vieles heutzutage an einer Klinik erledigt. Viele Dinge haben sich in der Notfallmedizin und im Rettungsdienst zum Wohle des Menschen und seiner Genesung positiv verändert.

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